Anonim

Obwohl der Markt für alkoholische Getränke in Mexiko insgesamt stark wächst, ging der Spirituosenkonsum des Landes nach einem neuen Bericht der kanadischen Branchenanalysten im Jahr 2002 weiter zurück.

Der Bericht schätzt, dass der Verbrauch auf etwas mehr als 190 Millionen Liter gesunken ist, da der mexikanische Geschmack zunehmend auf Bier und Wein übergeht. Während der Spirituosenmarkt seit 1998 um 12% zurückgegangen ist, ist der Bier- und Weinkonsum um 13% bzw. 16% gestiegen.

Obwohl dies für die Marktteilnehmer ein besorgniserregendes Leseerlebnis darstellt, gibt die kurzfristige Zukunft laut Canadean Anlass zu Optimismus.

Angetrieben von bedeutenden neuen Markenaktivitäten und dem verjüngten Bacardi Breezer wird erwartet, dass der Umsatz mit aromatisierten alkoholischen Getränken im Jahr 2003 um rund 8 Prozent steigen wird. Getrieben von Marken wie Absolut erfreut sich Wodka eines zunehmend modischen Profils. Zusammen mit den jüngsten hochkarätigen Produkteinführungen von Gotland und Skyy und der wachsenden Beliebtheit von Kombinationen aus Wodka und Energiegetränken geht Canadean davon aus, dass die Wodka-Kategorie im Jahr 2003 mehr als 1 Million Fälle umfassen wird, was einer Steigerung von 10 Prozent entspricht.

Darüber hinaus wird erwartet, dass die Verkäufe von Tequila steigen, da die sich erholende Agavenproduktion die Preise senkt und die Rückkehr enttäuschter Trinker fördert.

Qualitativ hochwertige und zunehmend aggressive Verkaufs- und Marketinginitiativen der sieben größten Distributoren, darunter Pedro Domecq, Bacardi und Casa Cuervo, werden die künftige Leistung von Spirituosen weiter unterstützen.

Es ist jedoch bemerkenswert, dass die mexikanische Wirtschaft in hohem Maße von den USA abhängig ist, die rund 90 Prozent aller mexikanischen Exporte anziehen. Der anhaltende "Krieg gegen den Terror" der USA und die damit verbundenen Feindseligkeiten könnten zu anhaltender Unsicherheit in Mexiko führen.

Trotz eines Umsatzrückgangs in den drei führenden Kategorien im Jahr 2002 haben Tequila und Mezcal die marktführende Position wiedererlangt, die sie im Jahr 2001 kurzzeitig auf "Rum und Zuckerrohr" aufgegeben hatten. Der Bericht prognostiziert einen Tequila- und Mezcal-Umsatz von 5, 9 Millionen Fällen im Jahr 2002, etwa 29 Prozent des gesamten Spirituosenmarktes. El Jimador ist nach wie vor die mit Abstand wichtigste Tequila-Marke mit einem Marktanteil von 21 Prozent.

Die Verkäufe von Brandy gingen ebenfalls auf 5, 3 Millionen Kartons zurück, aber diese drei größten Kategorien (Tequila und Mezcal, Rum und Cane Spirit und Brandy) dominieren die mexikanische Spirituoseszene völlig und machen fast 85 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Allied Domecqs "Presidente", ein mexikanischer Brandy, ist nach wie vor die eindeutig meistverkaufte Marke. Der Umsatz liegt um beachtliche 45 Prozent über dem des nächsten Konkurrenten - dem weißen Rum "Bacardi Carta Blanca". Sechs der Top-Ten-Marken gaben im Jahr 2002 nach. "Jose Cuervo Tradicional", "100 Anos Reposado" und "Cozadores Reposado", allesamt Tequilas, legten jedoch kräftig zu.