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Carlsberg lässt asiatischen Anlagetipp inmitten russischer Bedenken fallen

Carlsberg lässt asiatischen Anlagetipp inmitten russischer Bedenken fallen
Anonim

In einem Interview mit der Zeitung Financial Times sagte der Group Chief Executive Jørgen Buhl Rasmussen diese Woche, dass die asiatischen Märkte dazu beitragen dürften, die Geschäftstätigkeit des Unternehmens in Russland, auf das derzeit fast die Hälfte seines Gewinns entfällt, auszugleichen.

Osteuropa war in den letzten Jahren ein wesentlicher Umsatztreiber für Brauereien, was einige multinationale Unternehmen zu bedeutenden Investitionen in die Region veranlasste. Allerdings rechnen Brauer und Analysten angesichts des konjunkturellen Abschwungs inzwischen mit einigen Schwierigkeiten in der Region.

Buhl Rasmussen sagt in dem Bericht, dass asiatische Investitionen angesichts der aktuellen Volatilität auf dem russischen Markt, die Bedenken hinsichtlich der Wachstumsaussichten in Osteuropa widerspiegelt, dazu beitragen könnten, das Engagement in der Region auszugleichen.

Carlsberg behauptet, dass Asien im Gegensatz zu seinen erheblichen Beteiligungen in Osteuropa, die durch den Aufkauf des ehemaligen Joint Ventures Baltic Beverages Holding (BBH) weiter gestärkt wurden, derzeit nur 10 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, so der Pressebericht.

Längerfristige Bedenken

Carlsberg, der über die Biermarke Baltika den größten Marktanteil in Russland hält, äußerte sich zuvor vorsichtig über die Aussichten auf dem nationalen Markt.

Baltika trug 2008 nach eigenen Angaben 38, 3 Prozent zum nationalen Bierabsatz bei.

Das Unternehmen hatte bereits im März angekündigt, seine Präsenz in Russland in den kommenden Jahren zu verstärken, und sich darauf vorbereitet, die potenziellen Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs in der Region zu bewältigen.

In der Finanzberichterstattung für das Geschäftsjahr 2008 gab Carlsberg bekannt, dass der Umsatz in der Region organisch um 20 Prozent gestiegen ist, was vor allem auf die Geschäftstätigkeit in Russland zurückzuführen ist.

Obwohl Carlsberg zuvor prognostiziert hat, dass die Wachstumsraten in Osteuropa für 2009 unverändert bleiben werden, bezweifeln andere Analysten diesen Ausblick als potenziell optimistisch, wobei zumindest ein kurzfristiger Verlust zu erwarten ist.

Rückgänge im Jahr 2009

Mit Blick auf die Prognosen für 2009 schlug der Finanzanalyst vor, dass die Behauptung einiger Branchen, die osteuropäische Nachfrage nach Bier werde unverändert bleiben, ehrgeizig erscheint.

Die Analystengruppe, die aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit der Brauindustrie darum bat, nicht genannt zu werden, teilte BeverageDaily.com mit, dass die Nachfrage in der gesamten Region in Bezug auf ein sinkendes Bruttoinlandsprodukt (BIP) in bestimmten Märkten nachlässt.

Infolge dieser Nachfragestille behauptete der Konzern, dass in den nächsten neun bis zwölf Monaten für das Unternehmen in der Region mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einstellige Umsatzrückgänge zu verzeichnen seien.