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Die Behörden spielen die Bedenken in Bezug auf Getränkeextrakt-Kokain herunter

Die Behörden spielen die Bedenken in Bezug auf Getränkeextrakt-Kokain herunter
Anonim

Dekokainisierter Kokablattextrakt, der mit der kürzlich festgestellten Entdeckung von Kokainspuren in einigen Proben von Red Bull Simply Cola in Verbindung gebracht wurde, wird hinsichtlich seiner breiteren Verwendung in Formulierungen keiner behördlichen Kontrolle unterzogen.

Der Extrakt, der für die Verwendung als Aroma in Lebensmitteln und Getränken zugelassen ist und sowohl von der FDA als sicher anerkannt als auch vom Europarat zugelassen ist, wurde ursprünglich vom Getränkehersteller mit der offensichtlichen Entdeckung von Kokain in seiner Cola-Marke in Verbindung gebracht .

Vertreter der Europäischen Kommission für Lebensmittelsicherheit sagen jedoch, dass trotz der Maßnahmen von Einzelhändlern wie Rewe aus Deutschland, das Red Bull Cola-Produkt zu verbieten, derzeit keine Überprüfung des Inhaltsstoffs in Bezug auf potenzielle Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit seiner breiteren Verwendung gefordert wird.

"Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte für einen dekokainisierten Kokablattextrakt, der Kokain enthält", erklärt ein Sprecher der Kommission. "Der Extrakt wird auf der ganzen Welt verwendet, ohne dass bisher negative Auswirkungen bekannt sind."

Red Bull Entlassung

Die Kontroverse explodierte am vergangenen Freitag, nachdem die Behörde für Lebensmittelsicherheit in Nordrhein-Westfalen (LIGA) in Proben des Getränks 0, 4 Mikrogramm pro Liter gefunden hatte. Diese Ergebnisse wurden nun von Red Bull zurückgewiesen, das behauptet, dass unabhängige Tests bei einem akkreditierten Institut in Österreich seitdem bestätigt haben, dass der Blattextrakt aufgrund der Spuren des verbotenen Betäubungsmittels keine Sicherheitsverknüpfung darstellt.

Nach Angaben der Europäischen Kommission sind nach ersten Informationen der deutschen Behörden zum LIGA-Test in Nordrhein-Westfalen keine weiteren Bedenken hinsichtlich des Produkts geäußert worden.

„Wir haben keine Benachrichtigung von Österreich erhalten“ , berichtet ein Sprecher der Europäischen Kommission über die jüngsten unabhängigen Tests. „Die deutschen Behörden waren sich daher zum Zeitpunkt ihrer Unterrichtung nicht sicher, ob überhaupt eine Unregelmäßigkeit vorlag.“

Marktverbote

Während das Unternehmen behauptet, auf die offizielle Freigabe durch die deutschen Behörden für das Produkt zu warten, haben die nachfolgenden Auswirkungen der Kokainvorwürfe das Cola-Produkt von Red Bull in bestimmten Märkten bereits beeinträchtigt.

In Taiwan und Hongkong wurden Verbote verhängt, und Jordaniens Food and Drug Administration (JFDA) hat Red Bull ebenfalls aus den Regalen geholt, bis weitere Untersuchungen den Inhalt und die Sicherheit des Verbots bestätigen konnten.

Öffentliches Risiko

Unter den von LIGA angeblich im Cola-Getränk gefundenen Werten wurden jedoch während der Tests keine Gefahren mit den Spuren im Getränk in Verbindung gebracht.

Sowohl das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gaben an, dass das Niveau keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstelle.

Toxikologen haben geraten, dass ein Verbraucher zwei Millionen 250-ml-Dosen Red Bull trinken müsste, um genug Kokain zu sich zu nehmen, um eine Überdosis zu bekommen.

Trotz der Urteile sagen nationale Handelsgruppen wie die British Soft Drink Association (BSDA), dass in alkoholfreien Getränken, die im Land verkauft werden, keine Spuren von Kokain zugelassen werden dürfen.

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) fügt hinzu, dass es in der Verantwortung der in den USA tätigen Hersteller lag, sicherzustellen, dass ihre Produkte den nationalen Gesetzen zu Sicherheit und Drogenspuren entsprechen.